Für manche ist es schlicht „Der beste Platz der Welt“. So lautet der Titel eines Buches, das diesem Ort gewidmet ist: Es spielt hier, es ist hier auch entstanden, und al- lein damit ist schon einiges gesagt über dieses Städtchen, dessen gut dreitausend Einwohner sich vor zehn Jahren entschlossen haben, der Literatur ein dauerhaftes Gastrecht in ihren Mauern einzuräumen. Damals entstand der Spycher-Preis, der Li- teraturpreis der kleinen Schweizer Gemeinde Leuk im Wallis, der zu den ungewöhnlichsten Auszeichnungen der Welt zählen dürfte.
Hubert Spiegel / Frankfurter Allgemeine Zeitung · 24. September 2011
Nach zehn Jahren und zwanzig Preisträgern hat sich der von der Stiftung Schloss Leuk getragene Spycher-Preis etabliert und auch jenseits der Schweizer Grenzen Beachtung gefunden. (...) Wenn es so weiter- geht, könnte der Spycher-Preis zu einem europäischen Literaturpreis werden, der exakt an jenem Punkt angesiedelt ist, wo entweder Gemeinschaft entsteht oder Fremdheit fortdauert: im Grenzbezirk der Sprachen.
Hubert Spiegel / Frankfurter Allgemeine Zeitung · 24. September 2011
"Es muss an dieser besonderen Ausstattung des Spycher liegen, dass er anders als übliche Literaturpreise eine geradezu magische Anziehungskraft entfaltet. Die gewaltigen Berge und die Autoren, die sich in der Regel aus den Städten des Flachlands hierhin nicht ohne Mühen und Ängste vor unwegsamer Einsamkeit aufmachen, scheinen oft genug eine literarisch fruchtbare Verbindung einzugehen."
Bettina Schulte, Badische Zeitung, 1.9. 2009
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" Denn dies ist der beste Platz der Welt . . . - so liest sich das bei Felicitas Hoppe. Ohne Zweifel, die Aufenthalte in Leuk, die mit der dort beheimateten Autorenauszeichnung einhergehen, haben in dieser Preisträgerin ihre Spuren hinterlassen."
Julia Schröder, Stuttgarter Zeitung, 1.9. 2009
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Pressebericht_von_Julia_Schröder_von_Stuttgarter_Zeitung.pdf |
"Nur wenn sich diese Branche nicht mehr als selbstreferentielles System versteht, wenn sie nicht mehr meint, sich allein genügen zu können, wird sie fröhlich weiterleben. Diese Tage in Leuk waren ein Anfang."
Peer Teuwsen, Die Zeit, 3.9. 2009
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"Den Initiatoren und Veranstaltern ist vielmehr gelungen, was in einem auf Schnellverschickung seiner Autoren ausgerichteten Literaturbetrieb zur Seltenheit geworden ist: Die Bindung eines Autors an einen ihm nicht angestammten Ort, eine wiederholte Auseinandersetzung mit einer fremden Landschaft, statt Erhaschens oberflächlicher Eindrücke. Ein besseres Gegenprogramm zu den weniger mit Durchlauferhitzern denn mit schäumenden Abflussrohren zu vergleichenden Literaturfestivals ließe sich kaum finden. In Leuk nämlich kam man nicht nur nebenbei ins Gespräch, auch ein Symposium wurde abhalten, bei dem die anwesenden Schriftsteller aus Unveröffentlichtem vortrugen und über das Gelesene diskutierten. Man blieb zwar stets höflich, aber dabei nicht unter seinem Niveau."
Tobias Lehmkuhl, Süddeutsche Zeitung, 1.9. 2009
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